#1: Zukunft gestalten statt verwalten – warum Deutschland ein Handlungsfähigkeitsproblem hat

Shownotes

„Unternehmen können ihre Zukunft nicht mehr planen, als wäre sie berechenbar. Aber sie können entscheiden, wie sie mit der Unsicherheit unserer Zeit umgehen.“

Herzlich willkommen zur ersten Folge von ZukunftsMacht! 


Diese starte ich direkt mit einem Perspektivwechsel. Statt selbst Fragen zu stellen, beantworte ich, Gastgeberin Elena Springub, zum Start die Fragen meiner Podcastproduzentin und Moderatorin Birgit Eschbach.

Wir sprechen über das „Dauerrütteln“ unserer Zeit, die neue Realität permanenter Instabilität und darüber, warum Zukunft entschieden statt geplant werden muss. Außerdem geht es um Macht als Gestaltungskraft, die Bedeutung von systemischem Zuhören und die Frage, wie Veränderung gelingen kann, ohne das Bewährte über Bord zu werfen.

In dieser Folge erfährst du:

  • Warum Instabilität das neue Normal ist
  • Weshalb viele Strategien an der Umsetzung scheitern
  • Warum Zukunftsfähigkeit mit Handlungsfähigkeit beginnt
  • Welche Rolle Macht, Verantwortung und Entscheidungen spielen
  • Wie systemisches Zuhören Veränderungen erfolgreicher macht
  • Warum Unternehmen ihre Zukunft nicht mehr planen, sondern entscheiden müssen

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Informationen zu meinem Buch: 
 „Strategien für Zukunftsfähigkeit. Wie Unternehmen Orientierung gewinnen, wenn Sicherheit fehlt“ erscheint am 12.10.2026 im Haufe Verlag: https://strategien-fuer-zukunftsfaehigkeit.de/

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Host:
Elena Springub
CEO & Gründerin

Springub Consult

https://www.springubconsult.de

https://www.linkedin.com/in/elena-springub

Moderatorin:

Birgit Eschbach

https://www.linkedin/in/studiovenezia

ZukunftsMacht ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Instabilität ist das neue Normal.

00:00:04: Das Dauerrütteln ist das Neue normal.

00:00:07: und wenn ich als Unternehmer, Unternehmerinnen anfange zu akzeptieren dass dieses Dauerrütteln diese Instabilität des Neues normal ist, dass sich mich darauf einlassen muss und auch darf ja dann werden auch Prozesse wieder angenehmer weil sich mein Mindset Pöerpül verändert.

00:00:28: Herzlich willkommen bei Zukunftsmacht, dem Podcast für Unternehmenslenkerinnen und alle diejenigen, die Deutschlands Zukunft aktiv gestalten wollen.

00:00:38: Mein Name ist Delena Springhub.

00:00:39: hier geht's um unbequeme Fragen neue Perspektiven und andere Antworten damit wir endlich die Zukunft Deutschlands Gestalten statt sie weiterzuverwalten.

00:00:50: Hallo und herzlich Willkommen zur ersten Folge von Zukunftsmachts.

00:00:54: ich freue mich sehr dass ihr von Anfang an mit dabei seid.

00:00:58: Eigentlich müsste ich jetzt meinen allerersten Gast vorstellen, mit dem ich ins Gespräch gehe darüber wie wir Deutschlands Zukunftsfähigkeit herstellen.

00:01:07: In der ersten Folge machen wir es allerdings ein bisschen anders.

00:01:10: heute bekomme ich die Fragen gestellt und zwar von der lieben Birgit Eschbach.

00:01:16: Birgitt ist

00:01:17: Podcastproduzentin und Moderatorin mit Leidenschaft und hat mich bei der Entwicklung von Zukunftsmacht ja von Anfang an eng begleitet worüber ich wirklich sehr dankbar bin.

00:01:28: Und weil sie ziemlich gut darin ist, nicht direkt locker zu lassen und immer wieder nachzubohren, ist sie der perfekte Gast für die erste Folge.

00:01:36: Und mich heute mal wirklich auf Herz und Nieren abzutesten wie es denn um meine Zukunftsfähigkeit und ja meine Gedanken dazu steht.

00:01:45: Liebe Birgit ich freue mich sehr dass du heute bei mir hier im Podcast bist.

00:01:50: Ich könnte nicht stolzer sein, dich in deiner Premierenfolge hier begleiten zu dürfen.

00:01:54: Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde diese Rollenverteilung auch ausgesprochen gut!

00:01:59: Denn bevor du künftig deinen Gästen so richtig unbequeme Fragen stellen kannst musst du dir erst mal alle schön selbst beantworten.

00:02:08: Das hatte ich schon fast befürchtet dass wir da hinkommen.

00:02:12: Aber weißt du was, ich fange ganz harmlos mit dir an.

00:02:14: Es gibt ja eine Frage die du künftig bei Zukunftsmacht all deinen Gästen stellen wirst und mit der Gelegenheit es los.

00:02:22: Was bedeutet Zukunftsfähigkeit eigentlich für dich?

00:02:27: Also für mich ist Zukunftsfähigkeit auf jeden Fall ein Resultat.

00:02:31: das ist ganz wichtig.

00:02:33: Und das resultat erreichen wir indem wir vor allem in unsicheren Zeiten die wir aktuell einfach faktisch haben Die Orientierung beibehalten oder immer wieder zurückgewinnen, wenn sich Dinge verändern.

00:02:45: Und wenn wir Orientierung haben handlungsfähig bleiben und wenn wir handlungsweg sind können wir Entscheidungen treffen und die wiederum führen dann eben dazu dass ich selbst und auch mein Unternehmen zukunftsfähig wird oder auch bleibt.

00:02:58: Weißt du, das klingt für mich einerseits sehr nachvollziehbar und andererseits frage ich mich dieser Handlungsfähigkeit.

00:03:03: Wann ist uns die eigentlich abhandengekommen?

00:03:05: Wir sind doch so ein Land der Macher!

00:03:08: Weißt Du wir haben dafür so Wörter wie Regenmarlochen, wir schaffe Schafehäusle bauen, wir packen die Sachen an... Das ist ja eine der großen Stärken, die wir haben.

00:03:18: Was ist daraus

00:03:18: geworden?!

00:03:20: Also erstmal eine super Frage tatsächlich und die mich auch selbst schon lange umtreibt, einfach auch weil ich schon ganz viele Jahre ja auch Selbsttransformationsprojekte verantwortet habe und begleitet habe.

00:03:31: Und heute ja auch meine Kunden dabei begleite Veränderungsprozesse durchzugehen und durchzustehen und eben mich dann auch umgetrieben hat wo ist uns das wirklich auf der Wegstrecke verloren gegangen?

00:03:45: Ich glaube die Zeiten haben sich einfach massiv verändert.

00:03:49: Wir hatten früher, oder ja die Zeit war schon immer instabil.

00:03:53: Also es gab schon immer Krisen, die wir zu bewältigen hatten, sag ich mal lokale... regionale, überregionale, deutschlandweit aber auch überregional und globale Krisen.

00:04:03: Also um mal so zurückzugehen in der Geschichte sowohl der kalte Krieg, der dann ja auch noch über Jahrzehnte herrschte die Kuba-Krise in Deutschland, den Mauerfall, die Dotcom-Place oder auch im Jahr zwei Tausend Acht Neun dann die Wirtschaftskrise mit den Lehman Brothers was vieles losgetreten hat Das heißt, also die Welt war schon irgendwie immer im Umbruch und Unruhig.

00:04:25: Aber es gibt eben einen konkreten oder sehr klaren Unterschied zu dem was früher war.

00:04:30: Häufig war die Zeit lange zeitstabil dann gab's eben ein Großereignis oder durchaus auch mal über ein paar Jahre.

00:04:37: Also wir schreien jetzt nicht nur über Tage oder Stunden oder ein paar Monate, sondern natürlich auch schon einmal eine relevante Zeit Und danach ist aber schon wieder Ruhe eingekehrt Und deshalb haben dann eben auch Methoden, Rezepte oder auch Meduelle die man in Unternehmen verwendet um durch Krisenzeiten zu kommen.

00:04:54: Auch immer wieder funktioniert weil sie häufig auf dem Fakt der Stabilität aufbauen also stabil instabil stabil und dann sind wir auch schnell wieder in der Handlungsfähigkeit.

00:05:05: Jetzt hat sich aber was konkret verändert und das merken wir alle vor allem seit Corona würde ich mal behaupten.

00:05:13: Da ging es so irgendwie los, dass wir erstmal eine Krise hatten die keiner einordnen konnte.

00:05:17: also sowas hatten wir in dem Ausmaß noch nie Das wirklich so ein Virus die ganze Welt betrifft Und ist auch wirklich tödlich enden kann und wir überhaupt gar nicht wussten wohin damit.

00:05:29: Dann war Corona noch mitten drin.

00:05:31: dann kam zum Beispiel die Ahrflut.

00:05:33: Ich sitze hier in der Nähe der Ahr, also ich war auch persönlich hier betroffen.

00:05:37: Was dann auf einmal so dieses Thema Klimawandel nochmal so viel greifbarer, so viel näher an uns hier in Deutschland brachte und seither haben wir immer mal wieder auch hier in Deutschlands schon Klimafenomene.

00:05:48: Dann hat der Ukraine-Krieg begonnen – wir waren noch aus Corona gar nicht raus!

00:05:52: Mit dem Ukraine-Krise kam die Energie und die Gaskrise.

00:05:57: Auch da sind wir noch nicht wirklich durch aufgrund der Straße von Hormuz, die wir jetzt seit Anfang des Jahres haben.

00:06:02: Unsere Gasspeicher sind aktuell nicht ausreichend gefüllt oder grenzwertig gefüllt.

00:06:06: Also das Gastthema ist wieder ein Thema für diese Heizperiode usw.

00:06:13: Das heißt, wir kommen auf der einen Seite gar nicht mehr in den Zustand der Stabilität Und erschweren kommt auch noch hinzu, dass diese Krisen die da auf einmal kommen Antworten brauchen.

00:06:24: Die wir noch gar nicht haben.

00:06:26: also dieses ich greif auf mein Erfahrungswissen zurück Auch als Unternehmensinhaber Als Vorstand als Geschäftsführer je nachdem wo ich unterwegs bin oder auch als Top-Leadership Team Also darunter.

00:06:37: Ich muss auf einmal Antworten finden die ich selbst auch durch meine Erfahrung noch nicht abdecken kann Und das auf einmal in einer Massivität und Geschwindigkeit, die wir so auch noch nicht kannten.

00:06:50: Das führt aus meiner Sicht – und das hat meine Buchrecherche gezeigt – dazu dass wir Orientierung verlieren oder unsicher sind mit der Orientierung.

00:06:59: Wer keine Orientierung mehr hat ist auch nicht mehr handlungsfähig!

00:07:04: Elena, wir reden über Katastrophen und Krisen.

00:07:07: Und da fährt bei dir das Blaulicht vorbei!

00:07:09: Wir haben das nicht bestellt, liebe Hörer, aber so exakt ist unsere Welt heute.

00:07:16: Ich muss ganz ehrlich sagen, was du gerade alles aufgezählt hast... Das war für mich eine Reise zurückgekommen.

00:07:21: Ich bin seit deiner Zeit in der Jahrhunderts selbstständig.

00:07:23: Du hast gerade Krisen genannt, Lehman Brothers.

00:07:26: Das war für mich damals die schlimmste, das hat drei Jahre gedauert.

00:07:31: Aber vollkommen richtig!

00:07:32: Und das ist mir so noch gar nicht bewusst gewesen.

00:07:34: Danach war wieder mal ein paar Jahre ganz normales Arbeiten bei eben vor allen Dingen der Kopf des Unternehmers frei war.

00:07:43: also ich konnte mich dann auch wieder ganz normal... Ich hatte das da mit dem Banken geregelt und dann konnte ich wieder ganz nochmal in meinem Flow arbeiten.

00:07:50: und ja das ist jetzt anders Ganz unabhängig davon, wie einen selber die Krisen treffen.

00:07:57: Sind wir alle davon betroffen dass unser Netzwerk unsere Kunden, unsere Stakeholder also alle sind ja in diesem Krisenmodus drin.

00:08:07: und jetzt ist natürlich die Frage wenn Frühere Planungsinstrumente hatten, mit denen wir gesagt haben okay jetzt ist Krise.

00:08:18: Jetzt ist erstens Steuerberater anrufen, Bank anrufe.

00:08:21: also ich sage jetzt mal her das sind so die Sachen du wuchst ja dann deine Finanzlage an.

00:08:26: wie lange geht es mit der Krise?

00:08:27: gut was kann nicht machen?

00:08:28: aber und da gibt's auch weitere Planungsinstrumente Personalabbau Kurzarbeit all das was wir dann hatten.

00:08:35: wenn das jetzt nicht mehr so gilt und wir in diesem Dauer-Krisen Modus sind Warum versuchen wir trotzdem als Unternehmer, als Unternehmenslenker noch so oft mit diesen alten Planungsinstrumenten das für uns wieder berechenbarer zu machen?

00:08:55: Naja gut.

00:08:55: Also auch da wieder die Erfahrung.

00:08:57: Das was wir kennen, das nutzen wir auch gerne und man muss ja auch sagen, dass hat über Jahrzehnte oder nicht fast schon mittlerweile fast ein Jahrhundert funktioniert also die Instrumente, die auch gerade für große Transformationsprozesse aufgesetzt wurden die schon teilweise in den neunzighundertvierziger Jahren entstanden sind und dann natürlich auch weiterentwickelt wurden.

00:09:16: Also so ist es ja nicht, es gibt doch heute noch genug Forschungseinrichtungen und schlaue Menschen, die sich ja auch über neue Modelle Gedanken machen.

00:09:24: Und trotz alledem haben wenige davon wirklich Einzug in die oberen Management-Etagen gehalten.

00:09:30: Wir kratzen uns oder wir halten uns immer wieder an diesem Punkt der Stabilität fest weil uns natürlich Stabilitätsicherheit gibt Und Sicherheit ist nun mal ein Grundbedürfnis von uns Menschen.

00:09:42: Das heißt, wir wollen uns daran klammern und deshalb greifen wir dann auch immer wieder auf genau dieser Mechanismen zurück weil sie eben so lange funktioniert haben und immer irgendwie eine einigermaßen passende Antwort geliefert haben.

00:09:56: Jetzt merken wir aber dass die nicht mehr funktionieren.

00:09:59: also ich kann zum Beispiel noch einen Planungszyklus machen, noch einen Vorkast.

00:10:03: ja das kennen die meisten Unternehmensdenker.

00:10:05: Grad jetzt, wir haben Ende September oder Mitte September ist in den meisten Unternehmen mitten im Planungsprozess für das nächste Ort auch vielleicht für die nächsten zwei bis drei Jahre sogar angesetzt.

00:10:15: Manche sind auch schon durch ja und dann legt man die Planzahlen für die next zwei bis dreieure fest und dann müssen sie auf jeden Fall erreicht werden Und dann geht es ja los in den meisten Unternehmen.

00:10:25: Dann wird rechtfertigt und nein also Die Zahl ist die zahl die muss erreicht werden.

00:10:30: Das ist jetzt ein Commitment.

00:10:32: Auf der anderen Seite haben wir aber gerade Erinnern wir uns jetzt mal an den ersten Angriff sozusagen auf den Iran und die Schließung der Straße von Hormuz.

00:10:41: Wenn auf einmal kein Öl mehr von A nach B kommt, dann steigt der Preis – das haben wir alle verstanden – Marktmechanismen, der Preis steigt Angebot-und Nachfrage.

00:10:51: Dann ist es vielleicht aber auch schwierig, irgendwelche Planzahlen hier zu erreichen weil die Kaufkraft automatisch auf der anderen Seite singt, weil ich mit des vielleicht gar nicht mehr leisten kann sowohl im privaten als auch im Bitubi Bereich.

00:11:03: oder

00:11:03: aber auch zu sagen, der Markt für Halbleiter.

00:11:07: Ja?

00:11:07: Auch Halbleiterkrise hatten wir auch schon.

00:11:09: ja auf einmal sind die nicht mehr verfügbar oder sind heute verfügbare Aber auch nicht in dem Maße wie sie verfügba waren sind viel teurer geworden.

00:11:17: Jetzt kann ich zum Beispiel im IT Bereich wo ihr selbst auch herkomme sagen Wir bleiben bei unseren Zahlen und der Vertrieb muss jetzt noch schneller laufen damit der Kunde auch wirklich irgendeine IT Dienstleistungen Produkt einkauft.

00:11:28: Der kunde kann sich das vielleicht aber gerade selber nicht mehr leisten und ist vielleicht selber noch mal von einer anderen Krise betroffen, hat auf einmal selbst ein Kostenthema und sagt okay jetzt soll ich nochmal fünfzig Prozent mehr für die IT-Dienstleistung oder das Produkt bezahlen.

00:11:42: Und habe aber auf der anderen Seite selber einen Umsatzeinbruch von dreißig Prozent!

00:11:45: Ich kann das nicht mehr

00:11:46: leisten!".

00:11:48: Und trotzdem beharren wir auf diesen Planungszyklus.

00:11:50: Ich glaube da ist es an der Zeit auch immer wieder die Annahmen, auf denen wir die Planung zum Beispiel aufgebaut haben... Das wird die tatsächlich kritisch hinterfragen.

00:12:01: Und da kann ich wirklich aus Erfahrung sagen, das kommt einfach noch viel zu kurz.

00:12:07: Es ist ja so... Auf diese Risiken reagieren auch schon die ersten Konzerne.

00:12:12: Wenn wir einkaufen gehen im Lebensmittel-Einzelhandel, merken wir, dass das der Preisexplosion waren?

00:12:17: Wir sind nicht alle daher weil jetzt mein Ding die Ernte schlecht war und weiß ich nicht Haseln ist so teurer geworden sind sondern es sind auch schon Risiken, die Konzerner mit Einpreisen im Vorhinein, damit sie sagen wenn dann nächstes Jahr was passiert habe ich das bereits drin.

00:12:33: Das ist eine Sache die im Mittelstand sowohl noch nicht gemacht wird dieses Vorausplanen und Krisen mit Mit-Einpreisen obwohl Sie noch gar nicht da sind.

00:12:43: Du sprichst aber in deinem Buch von diesem sogenannten Dauerrütteln.

00:12:49: Ich hab jetzt so ne langsam so ne Ahnung davon was du damit meinst Aber erklär uns das doch bitte nochmal.

00:12:56: Ja, also ich spreche schon seit ganz vielen Jahren interessanterweise von diesen Dauerrutteln.

00:13:01: Wo ich auch immer wenn ich mit Unternehmern und Unternehmerinnen spreche oft immer wieder versuche zu erklären die sich eben auch an dieser Stabilität aufhängt zu sagen das was ich gerade schon sagte wir hatten immer so einen Zustand der Stabilitet.

00:13:12: Also du fährst so kann man sich gut mit einer Zugstrecke vielleicht vergleichen.

00:13:16: also wenn man so auf der Strecke mal draußen ist dann läuft es ja relativ klart und das ist relativ angenehm.

00:13:22: Wenn man aber im Bahnhof drin ist dann rüttelt es.

00:13:25: Dann zu sagen, wir waren halt früher häufig auf dieser Strecke.

00:13:28: So wie du sagtest in den Zehnerjahren zack da ging es voran und vorwärts mit Speed und wir konnten machen.

00:13:35: Jetzt sind wir aber eher in der Situation dass wir permanent den Bahnhof rausfahren weil sich immer irgendwas verändert und es rüttelt die ganze Zeit Und es rückt stundenlang Es rüppelt monatelang Es ruttelt jahrelangeventuell Und eventuell hört dieses Rütteln nie wieder auf.

00:13:49: Und dann so begreifen und auch innerlich wirklich zu inhalieren und zu sagen Diese Instabilität ist das neue Normal.

00:13:58: Das Dauerrütteln ist das Neue-Normal.

00:14:01: und wenn ich als Unternehmer, Unternehmerinnen anfange zu akzeptieren dass dieses Dauerrütteln diese Instabilität des Neues normal ist, dass sich mich darauf einlassen muss und auch darf ja dann werden auch Prozesse wieder angenehmer weil sich mein Mindset Pöerpül verändert.

00:14:19: Ich verstehe das.

00:14:20: Und ich glaube auch, in der letzten Frage gesagt ja die Konzerne haben das schon drin und der Mittelstand vielleicht noch nicht so.

00:14:31: Ich glaube dass die Unternehmenslenker schon verstanden haben... Das ist das neue Normal!

00:14:38: Aber zwischen dem habe es für mich im Kopf drin und ich mache daraus etwas Da ist ja dann wahrscheinlich auch noch mal so eine psychologische Hemmschwelle oder einen sich das einreden wollen.

00:14:54: Die Welt ist doch gar nicht so schlecht, was ist das, dass uns davon abhält in entsprechende Umsetzungen zu kommen?

00:15:04: Wer ist denn vielleicht auch bereit von der eigenen Macht ein Stück abzugeben und da vielleicht auch Entscheidungs- oder Machtstrukturen zu verändern?

00:15:13: Wer ist wirklich bereit, vielleicht den eigenen Bereich schrumpfen zu lassen oder auch einen neuen Bereich entstehen zu lassen und sind vielleicht auch im Unternehmen überhaupt die Strukturen dafür vorhanden dass das überhaupt funktionieren kann.

00:15:27: Ja also wenn ich mich irgendwie entsprechend verzieht sehe und ein Stück von meinem Einkommen oder mein Boni an bestimmten Struktulen und auch Größen hängt dann werde ich vielleicht erst mal dabei bleiben weil ich mir selbst am nächsten stehe statt Dinge zu verändern.

00:15:43: Viele wollen auch auf der einen Seite die Vorteile der Transformation, aber nicht die Konsequenzen tragen.

00:15:49: Also bin ich wirklich dafür bereit?

00:15:51: Die Verantwortung für all das was mit Veränderung kommt, auch wirklich zu tragen und da sehe ich noch Nachholbedarf.

00:15:58: Ja du sagst es ja auch in deinem Buch ziemlich provokant, so singemäß Deutschland will sich verändern, aber eigentlich auch wieder nicht dieses Ruhrbedürfnis, was wir alle haben Und damit meine ich auch das, was wir einfach zutiefst als Menschen haben.

00:16:15: Dieses Ruhrbedürfnis steht uns da möglicherweise im Weg jetzt diese These zu sagen, dass du provokant so formulieren und wie weit wollen wir uns dann wirklich verändern oder dauerhaft verändern?

00:16:29: Weil es ja ein ständiges Transformieren ist.

00:16:32: Wie blickst du darauf?

00:16:33: Warum hast du das bewusst so stark im Buch formuliert?

00:16:38: Ich habe es auch wirklich zugespitzt, das muss man auch wirklich sagen.

00:16:41: Aber ich finde immer dieses Zuschritt zu spitzend wirkt ja auch häufiger mal dass einer sagt hey das ist eine provokante Tese.

00:16:48: da lese ich auf jeden Fall mal nach.

00:16:50: und was ich gerade schon sagte Auch das ist ja erforscht und auch bewiesen.

00:16:53: also wenn wir heute auch Menschen fragen Bist du bereit dich zu verändern oder bist du offen auch für Veränderung?

00:16:59: Oder glaubst du auch dass dieses Unternehmen Veränderungen braucht?

00:17:02: dann würden die meisten wahrscheinlich noch sagen Ja, das sehe ich auch so.

00:17:06: Welt verändert sich von außen und wir intern entwickeln uns weiter.

00:17:08: Wir Menschen entwickeln

00:17:09: usw.,

00:17:10: doch Veränderungen finde ich eigentlich gut.

00:17:12: Und wenn man da beim nächsten Schritt schon fragt, würdest du denn mitmachen?

00:17:15: Also noch nicht mal unbedingt die Verantwortung übernehmen sondern würdest Du einfach nur mitten machen Dann sind schon weniger bereit, da mitzugehen und dann kommt auch schneller schon mal Widerstand auf.

00:17:25: Und wenn es dann auch darum geht wer trägt denn die Verantwortung auch für die Veränderung?

00:17:28: Dann wird es ziemlich dünn und das kann auch keine Unternehmensspitze alleine ja.

00:17:33: Die haben natürlich die Gesamtverantwortung aber sie brauchen starke Teams darunter, die eben diese Verantwortung und auch die Konsequenz im Fall der Fälle mit ihnen tragen.

00:17:42: Und keiner kann heute die Kesequenz absehen.

00:17:44: Das ist genau dieses bisschen was dann Spooky vielleicht auch ist.

00:17:49: Also ich weiß eigentlich noch gar nicht, was da kommt weil wir die Zukunft nicht planen können.

00:17:53: im übrigen Birgit Wir konnten die Zukunft noch nie planen.

00:17:56: ja das ist eine schöne Illusion dass man es planen kann.

00:17:59: Das können wir nicht planern.

00:18:00: wir wissen nicht was morgen ist aber mit unseren Entscheidungen können wir dazu beitragen Dass vielleicht auch etwas kommt Was wir gerne sehen wollen würden und spätestens eben bei den Konsequenzen Da hört es auf Weil viele von uns dann doch noch nicht bereit sind das alte wirklich los zu lassen.

00:18:15: Ja, viele möchten die Transformation aber was ich gerade sagte keine geänderten Machtverhältnisse.

00:18:21: Elena dann ist ja das das Problem und auch das ist wieder dieses was wir aus dem Privatleben kennen.

00:18:27: Die Veränderung ist möglicherweise gar nicht das Thema sondern dass loslassen.

00:18:32: Ja, ich würde sagen das loslassen.

00:18:33: Also auch wenn man es manchmal nicht eingestehen aber wir können uns ja selber mal daran erinnern wann so der letzte Moment war wo man sagte hey jetzt muss ich von irgendwas los lassen wie schwer das ist und es ist.

00:18:44: manchmal könntest du einfache Dinge sein wie Du sollst irgendwas wegschmeißen was da in deinem haushalt rumfliegt.

00:18:50: Das fällt vielen schon schwer, da irgendwas loszulassen oder von der Überzeugung los zu lassen.

00:18:56: Die mich vielleicht jahrelang durchs Business getragen hat.

00:18:59: das ist schon eher ein Mammutprojekt und braucht auch viel Reflexion dass ich das überhaupt kann.

00:19:06: Ich weiß, wovon du sprichst und ich darf dir sagen als ich umgezogen bin nach Ostfriesland war das ein Schnitt des Loslastens.

00:19:14: Und ich habe mir dafür in der Tat Support genohlt.

00:19:17: also ich hab gedacht dass steckt man nicht so einfach weg wie es vielleicht vermute sondern lass dich davon da vorne rein begleiten.

00:19:26: Das war gut!

00:19:27: Es war ein guter Schritt.

00:19:27: das ein paar Monate zu machen und zu schauen was passiert damit einem loslassen ist nämlich in der tat Nicht die einfachste Sache, die man so haben kann.

00:19:36: Du hast aber in deinem Buch ja auch noch eine Sache, den ich wirklich sehr gut finde und die mir immer wieder begegnet und dir auch, dass du sagst wir haben nicht diese Strategie-Probleme Wir haben die Strategien auf dem Tisch liegen.

00:19:53: Also bin ich jetzt das mal mit dem Umzug vergleichen.

00:19:55: Ja ich wusste ganz genau was zu tun ist, also der Master der To-do-Listin sitzt hier bei dir gegenüber.

00:20:03: Das war alles getan!

00:20:06: Die Organisation die dann dazu gehört, die du mitnimmst, die auch das braucht damit dass jetzt tatsächlich die Realisation kommt, die kann dann manchmal bremsen?

00:20:17: Absolut ich meine ich habe ja in meinem eigenen Konzernleben schon ganz viele Strategien entwickeln dürfen und sehr high level Strategien für große Bereiche Ja, und bin ja auch Strategin vom Herzen.

00:20:28: Und was mich aber auch immer schon extrem früh in meiner Karriere tatsächlich beschäftigt hat war die Strategie auf PowerPoint bringt mir nichts.

00:20:36: wie bringe ich jetzt diese Strategie wirklich wirklich in die Organisation?

00:20:42: Und da habe ich mir schon Anfang meiner zwanziger Intensivgedanken drüber gemacht und woran scheitert es halt eben häufig?

00:20:50: weil ich sage häufig ist es wirklich nicht die Strategien.

00:20:53: da sitzen super clevere Menschen mit wirklich guten Absichten, auch wenn das manchmal an der Basis nicht gesehen wird.

00:20:59: Also so des Verständnis füreinander fehlt auch hin und wieder mal.

00:21:03: aber da sitzen Menschen mit gutem Absicht eventuell auch ausreichend Budget ja ausreichende Ressourcen.

00:21:09: Das sind gut entwickelte Dinge manchmal vielleicht sogar fast ein bisschen überentwickelte dinge.

00:21:14: dass ist supergut niedergeschrieben Und trotz alledem ist sie dann verkündet und soll umgesetzt werden und dann passiert genau nichts Oder irgendwas.

00:21:24: Jeder läuft in irgendeine Richtung und dann sitzt irgendwann ein Unternehmenslenker da oder eine Lenkerin, und denkt sich so irgendwie machen hier alle aber irgendwie passiert hier nicht das was ich mir vorgestellt hatte.

00:21:34: Das kenne ich im Übrigen auch aus eigenerfahrung dass dann alle irgendetwas gemacht haben also ganz viele Betriebsamkeit da ist.

00:21:40: Aber eben auch heute arbeite ich genau mit diesen Menschen die mir dann aussagen Elena ich versteh das nicht.

00:21:45: warum also warum passiert nicht das?

00:21:46: Was wir da vereinbart haben?

00:21:49: Und dann kann man auf sicherlich eine Analyse machen, aber nicht noch wieder die Analypse der Analysee.

00:21:53: Sondern häufig – da würde ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster lehnen – liegt es eigentlich immer an doch sehr ähnlichen Mechanismen.

00:22:00: Es sind häufig doch unklare Entscheidungen... Also, die irgendwie getroffen wurden oder nur so halb oder in irgendeinem Protokoll mit einem Einschub stehen.

00:22:10: So wenn dann das zutrifft, dann könnt ihr das ja.

00:22:14: also nehmen wir mal deine Haselnüsse Wenn der haselnuss bestand in zwanzig sechsundzwanzig In der ernte nochmal wieder sinkt dann so aber das andere ist gar nicht beschrieben.

00:22:23: also was soll die Organisation tun?

00:22:26: Oder Aber Die Organisation wird der Entscheidungsmacht entmächtigt Also sie dürfen gar nicht entscheiden, weil dann doch am Ende des Tages die Entscheidung nochmal nach oben gegeben werden muss.

00:22:37: Das sind dann eben auch so Entscheidungsvakuumen was da entstehen kann.

00:22:42: Manchmal ist es tatsächlich man glaubt das gar nicht die fehlende Kommunikation also wirklich eine stringente Kommunikationsform von oben nach unten geht und bitte nicht nur einmal.

00:22:54: Und auch nicht einseitig Elena!

00:22:56: Nein, auch

00:22:56: nicht einseitig.

00:22:57: Weil das ist ja auch was du sagst dieses systemische Zuhören also dass Navi top downer wir sagen jetzt alles umgesetzt werden der ganze Baum der der Tisch der ist aufgezeichnet aber das Feedback warst Du dazu brauchst dass Du dann mit den Organisationen wieder die Rückkopplung bekommst Ja Das kann ja auch einen.

00:23:20: Also du nennst das Systemisches zu, Herr.

00:23:22: Beschreib uns das mal!

00:23:23: Ich habe so eine Idee davon dass es auch ein Prozess ist.

00:23:26: Das ist ein großer Prozess würde ich sagen den aber auch wirklich jede und jeder für sich machen kann und auch nicht nur in einem unternehmerischen Bezug.

00:23:34: im Übrigen Es geht darum wirklich in die Organisation reinzuhören.

00:23:40: also gerade wenn ich vielleicht auch neu in meiner Rolle bin Oder eben auch wenn eine große Transformation oder ein Post-Merger, oder eine Restrukturierung ansteht.

00:23:49: Dann ist es vor allem relevant also da ist das besonders wichtig und sonst ist es auch wichtig Und zwar den Menschen in der Organisation sowohl Führungskräften als auch Mitarbeitern wirklich zuzuhören Also wirklich anwesend zu sein.

00:24:02: Das sind wir heute alle selten Smartboard, Handy und was weiß ich Was dann noch alles immer in so Terminen rumfliegt und wo man dann auf einmal schnell mit der Aufmerksamkeit ist Wirklich bei meinem Gegenüber zu sein und auch zu verstehen, was ist hier eigentlich los?

00:24:16: Also nicht das, was vordergründig im Raum steht.

00:24:19: Sondern wirklich detektivisch unterwegs zu sein, zu gucken, was braucht dieser Mensch diese Abteilung der Bereich eventuell dann auch irgendwann die Gesamtorganisation hier wirklich?

00:24:31: Ich steige zum Beispiel auch gerne mal wenn ich ja neune Organisation reinkomme auch gerne so mit Fragen ein wie Was müsste denn eigentlich passieren, dass ihr mich hier direkt wieder vor die Tür setzt?

00:24:45: Das ist eine gute Frage um schnell rauszufinden.

00:24:47: Wo liegt dir eigentlich wirklich die Macht und wer entscheidet hier eigentlich wirklich und mit welchem Verhalten schließe ich mich eigentlich schon direkt aus?

00:24:57: oder Mit wem muss ich mich auf jeden Fall gut stellen damit wir ein Projekt voranbringen?

00:25:02: Du, ich wollte dich... Ich hätte dich jetzt gefragt, gib uns doch mal Leute, die mir Storytellingen podcasten.

00:25:07: Ich hätte dir jetzt gesagt, können wir das mal irgendwie an einem Beispiel konkret machen?

00:25:11: Das Beispiel was du jetzt da gerade bringst ist natürlich der Knaller denn ich habe die Zahl nicht im Kopf.

00:25:16: aber wenn wir jetzt mal auf Vorstandsebene schauen eine unfassbar große Zahl von Vorständen überlebt die ersten drei Jahre nicht Die ersten zwei Jahren nicht.

00:25:26: und dann muss man sich ja wirklich fragen hey woran liegt das Also, was ist das für ein Erwartungsmanagement?

00:25:33: Was ist das dieses... Na die berühmte Hundert-Ersten-Hundert Tage wo du schon mal die Quikwinds erzählen möchtest.

00:25:38: Aber das ist natürlich mega, mega zu sagen

00:25:42: ich

00:25:43: frage da mal konkret nach und was du jetzt gerade gesagt hast.

00:25:47: was muss passieren damit ich hier nicht direkt wieder rausgekickt werde?

00:25:51: Du bekommst Antworten Und ja auch Commitments oder

00:25:56: Absolut.

00:25:56: Also erstmal ist es ja eine Frage, die wird auf jeden Fall die meisten noch sehr überraschen weil sie einfach kein Standard ist.

00:26:03: Ja?

00:26:04: Total!

00:26:05: Aber auch wirklich mal zu sagen hey und die darf ja auch erst mal irritieren und da darf vielleicht doch erst einmal noch gar keine Antwort kommen.

00:26:11: also vielleicht auch bei dem systemischen Zuhören mal reinzugehen auch ohne zu Werten und zu bewerten und nicht unbedingt immer direkt ne Antwort zu erwarten.

00:26:20: mal eine taffe Frage.

00:26:23: Und da muss ich auch einstecken können, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Führungskräfte Teamleiter vielleicht erstmal nicht antworten wollen?

00:26:30: Dann ist das okay!

00:26:32: Und dann ist es mein Problem als fragende Person, wenn ich das nicht ertrage dass sich vielleicht gerade mal keine Antwort bekomme oder vielleicht auch im ersten Schritt nicht die, die ich gerne gehabt hätte.

00:26:44: Aber um Vertrauen aufzubauen, um Informationen aus der Organisation zu bekommen.

00:26:48: Das kostet einfach Zeit und Führung ist Zeit!

00:26:52: Und wenn ich ein Unternehmen führend möchte sowohl strategisch als auch menschlich dann muss ich mir in all dem Wahnsinn, in all der Schnelllebigkeit und in all den... wie schnell sich das dreht trotzdem die Zeit nehmen.

00:27:03: Ich sage dann immer wer vorne die Arbeit macht hat hinten keine mehr.

00:27:07: Wenn ich einfach vorne mal auch in meinen ersten hundert Tagen der Organisationen wirklich zugehört habe Dann habe ich was verstanden und dann weiß ich auch, wo ich ansetzen kann.

00:27:16: Und was auf jeden Fall vergeudete Zeit ist.

00:27:19: Mal angenommen da sagt zum Beispiel jemand oder mehrere Menschen sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter zu der Frage An wen muss ich mich hier wenden damit wir ein Projekt durchbekommen?

00:27:30: Und dann sagen alle ja da musst du auf jeden fall die Bärter einbinden!

00:27:34: Dann wäre es doch mal ganz clever auch als Unternehmenslänger zu sagen wer ist denn die Börter hab ich noch nie gehört.

00:27:39: Also in meinen hundert ersten Tagen habe ich wahrscheinlich sowieso relativ wenige Namen gehört, wenn ich von extern komme.

00:27:44: Von intern?

00:27:45: Kennen wir vielleicht Bertha, vielleicht aber auch nicht!

00:27:48: Dann mal zu gucken wer ist eigentlich die Bertha mich mit der auch einfach mal wertfrei zu unterhalten.

00:27:53: Mal zu gucken was hatten sie eigentlich für Ansichten und was verraten mir denn die anderen noch über Bertha?

00:27:59: also zum Beispiel zu sagen Aha interessant war was hat die da an dem Prozess zu tun?

00:28:03: zum Beispiel einen und sprechen über den Marketingprozess und Bertha sitzt eigentlich im Einkauf.

00:28:07: dann ist ja schon mal die Frage, was läuft da eigentlich?

00:28:11: Um zu sagen warum hat Bertha eigentlich diese exponierte Position gerade inne dass sie immer gefragt wird.

00:28:16: Dadurch kriege ich ja wahnsinnig viel über die Dynamik meiner eigenen Organisation, die ich ja verändern will oder auch so erhalten will heraus und dann zu sagen wenn ich dann irgendwann die Punkte habe, also die verändert werden müssen, dann weiß ich auch schon Vielleicht auch inhaltlich, wo ich ansetzen muss.

00:28:35: Welche Dynamiken hier auf jeden Fall beachten muss und welche Menschen?

00:28:38: Egal ob mir die jetzt passen oder nicht Ich einbunden muss.

00:28:41: Thema informelle Macht damit ich überhaupt erfolgreich werden kann.

00:28:47: Und da finde ich nochmal zu deinem Punkt der Frage vielleicht ganz kurz Warum da auch in den ersten drei Jahren so viel scheitern?

00:28:54: also ich glaube grundsätzlich ein sehr komplexes Thema, da können wir jetzt nicht einfach mal so eine Standardantwort und dann gilt die Frage geben.

00:29:00: Was ich aber auch erlebe und auch schon viel erlebt habe ist der Fakt dass viele reinkommen und alles verändern wollen weil es irgendwie im Thema ist.

00:29:09: Wir sind im Umbruch Jetzt müssen sich hier Dinge verändern Und das halte ich als wirklich gefährlich und in Teilen auch wirklich falsch Wenn ich keine Ahnung habe wie diese Organisation Funktioniert was, wo will ich da ansetzen?

00:29:21: Wie will ich das sinnvoll verändern.

00:29:22: Ich habe den Widerstand schon in der Tür stehen bevor ich die Tür überhaupt aufgemacht habe und auch zu sagen Was gilt es auch in einer Organisation zu erhalten und zu schützen weil es ihr Kern ist Weil es der stolz ist Und weil es genau das ist was das Unternehmen so lange erfolgreich gemacht hat.

00:29:39: Es gibt immer Elemente die mitgenommen werden müssen.

00:29:42: Elena!

00:29:42: Ich glaube dass das Thema so spannend ist.

00:29:44: Du hast aufs Ziel Level eine hohe Expertise.

00:29:47: Ich sage dir jetzt mal direkt Dann wird mal eine einzelne Folge als Reihenländerin.

00:29:52: Da kannst du mal was zu machen!

00:29:53: Der Podcast, der ist ja nicht nur diese eine oder vielleicht zwei Folgen lang, du plantest ja etwas Längeres.

00:29:59: Ich glaube dass das ein riesiges spannendes Thema ist.

00:30:01: Du benutzt in deinem... du benutzt gerne das Wort Macht weil du das positiv besetzt, weil du sagst Macht zu haben ist Gestaltungskraft.

00:30:10: Da tun sich auch viele schwer mit.

00:30:12: also

00:30:13: Ja absolut.

00:30:14: Also macht es ein zentrales Thema gerade auf Top-Leadership-Ebene und wird natürlich oder natürlich nicht.

00:30:22: Aber bei uns im deutschen Kulturraum haben wir eine sehr negative Konnotation zu dem Thema, die im Übrigen schon im neunzehnten Jahrhundert entstanden ist.

00:30:32: aber macht es erst mal weder positiv noch negativ?

00:30:35: Ja wenn man das erstmal vom Wortstamm sieht und es ist ein kältischer Zwor, da ist es ein keltischer Wortstam und Macht bedeutet eigentlich wirklich kommt von dem Thema Machen gestalten entwickeln also nach vorne gehen, voran.

00:30:47: Und auch wirklich andere mitnehmen und gemeinsam was verändern, was zum Besseren tragen sozusagen.

00:30:54: Heute haben wir natürlich eben auch viele Menschen die macht eher Missbrauchen oder sogar jetzt immer dann schon fast in der Fachsprache Gewalt anwenden weil in dem Moment indem ich brauche immer ein Gegenüber um Macht ausüben zu können also z.B.

00:31:08: dich und sobald ich aber auch dir Sätze hinschmeiß auf die du gar nicht mehr antworten kannst sowas wie Ja Birgit, das ist jetzt halt eben nur mal deine Sichtweise.

00:31:16: Ich sehe es anders.

00:31:17: Wenn ich kurz davor eigentlich ein Gespräch abzuwürgen und in dem Moment ist es ein Abbruch, indem ich gar kein Gespräch mehr mit dir zulasse... ...und das nennt man dann im Fachtherminus schon eher Gewaltthema.

00:31:29: drinnen oder eben auch wenn andere die gerade quasi ihrer Rolle in der Machtposition sind zum Beispiel ihren eigenen Willen durchsetzen wollen.

00:31:37: Bereistegoismus bis zum Ende durchfechten immer wieder Konflikte für das eigene Ego eingehen.

00:31:44: Das ist das, was wir als Machtmissbrauch erleben und auch bezeichnen.

00:31:48: Und es erleben wir leider bei uns sehr häufig weil Menschen dann für ihr eigenes Ich, Ihr eigenes Ego einstehen statt für das Wir der Organisation.

00:31:57: Macht ist aber Grundvoraussetzung dafür damit wir überhaupt zukunftsfähig werden können denn wir brauchen eben Menschen die die Macht annehmen Denn damit können sie entscheiden.

00:32:11: Sie sind die Entscheidungsträger, aber sie tragen eben auch die Verantwortung für sich, für ihr eigenes Unternehmen oder ihren Bereich, je nachdem auf welcher Ebene sie sind und um ehrlich zu sein, auch für unsere zivile Gesellschaft.

00:32:25: also du hast als Machtinhaber immer auch Verantwortung für uns als Gesellschaft, weil du zum Beispiel Arbeitsplätze bereitstellst.

00:32:34: Weil du Gehälter zerreizt ja oder eben auch rausnimmst aus bestimmten Gründen.

00:32:38: und Macht ist eben Gestaltungsfille und Gestaltungskraft.

00:32:41: Und ich finde diese Seite so so wichtig und über die wird viel zu selten gesprochen.

00:32:48: und wir brauchen auch wieder mehr Menschen in machtvollen Rollen Die Verantwortung auch gegenüber der Gesellschaft verstehen gerade in den aktuellen Zeiten.

00:33:00: Und Elena, ich denke auch es gibt eine Sehnsucht danach.

00:33:04: Wir sind ja beide auf LinkedIn unterwegs und da werden diese Diskussionen geführt.

00:33:10: Mein Eindruck ist das jetzt im Rahmen der... Ich nenne es jetzt mal New Work-Diskussion.

00:33:17: Das neue Arbeiten neues Miteinander ein neues Kanban Boards und was wir alles an Methoden hatten mein Eindruck es eine Sehnsucht danach gibt, dass dann auch mal wieder einer sagt als Gestaltungsmacht.

00:33:33: Das ist jetzt alles toll was wir diskutiert haben super für die ganzen Optionen und Jetzt geht's rechts rum und nicht links rum.

00:33:41: Ja das brauchen wir wieder viel mehr.

00:33:43: also ich sage auch immer Also was ich in den letzten zehn Jahren über Rollen und Verantwortlichkeiten In den unterschiedlichsten Kontexten diskutiert habe Es ist wirklich unsagbar.

00:33:52: Ich sag immer das klingt jetzt vielleicht auch ein bisschen hart.

00:33:56: Ich sage mal, so eine klassische Hierarchie oder so ein hierarchisches und vielleicht auch teilweise noch patriarchisch geführtes Unternehmen.

00:34:03: Ich sag schon was Weuler ich bin kein Freund davon aber hat einen riesen Vorteil.

00:34:07: da war immer klar wo oben und unten ist und da war auch immer klar wer die Entscheidungen trifft und wer auch nicht.

00:34:13: So ja

00:34:14: Und mit dem gerade mit dem Zeitalter als dann die Agilität vor allem aufkam heute bis hin zur Selbstorganisation Da sind tolle Organisationsformen dabei, absolut.

00:34:25: Aber was an vielen Stellen wirklich verloren gegangen ist, ist dieses Thema... Wer hat welche Rolle?

00:34:30: Wirklich inne?

00:34:31: Welche Rechte bringt die Rolle?

00:34:34: Welchen Pflichten bringt dierolle und welche Verantwortung bringt auch die Rolle mit sich?

00:34:39: Genau!

00:34:39: Dann schreiben alle irgendwo etwas hin, dann stehen da nette Sachen.

00:34:41: aber jeder sagt am Ende nee verantworten tu ich das nicht.

00:34:45: Und wenn ich es nicht verantworte, dann entscheide ich das ja nicht.

00:34:47: Also das muss irgendjemand anders machen.

00:34:49: Aber dann fragen halt auch viele nicht, wer ist denn das eigentlich?

00:34:53: So da kommt ja der Begriff Unternehmenslenker her den du verwendest.

00:34:56: Also wenn ich sage Ich bin der Unterneemenslenka Dann gehört das dazu und dann ist es diese möglicherweise auch durch diese vielen Krisen von denen wir gesprochen haben Müdigkeit Entscheidungen treffen zu wollen.

00:35:10: also Ich kann ja nicht immer nur planen ich muss ja irgendwann auch mal entscheiden

00:35:16: absolut als ich muss entscheiden Und auch nicht immer der Lenker, das ist ganz wichtig.

00:35:22: Das war in der Hierarchie früher schon so.

00:35:24: Gerade heute würde ich gerade sagen die größere Organisation wird und auch wenn du Führungskräfte hast also Führungskräfte haben einen Führungen Auftrag und ein Führingsauftrag ist enthalten dass sie bitte auch Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen egal auf welcher Ebene bis zum Teamleiter runter.

00:35:39: nur in vielen Unternehmen alles hatte ich grad schon mal Haben wir eben Machtstrukturen oder Entscheidungsstruktoren?

00:35:45: Die eigentlich schon Qua Definitionen die Entscheidung immer wieder nach oben delegieren, ja?

00:35:50: Also dann heißt es entscheidet ihr da unten mal und hier oben wird aber trotzdem nicht.

00:35:55: Nächstes wollen wir jetzt doch nochmal auf dem Tisch haben!

00:35:57: Irgendwann haben die Leute relativ schnell verstanden, wir brauchen hier unten gar nicht entscheiden.

00:36:00: Weil Elena und Birgit wollen da oben ja eh entscheiden?

00:36:03: Dann machen die Menschen das auch irgendwann einfach nicht mehr.

00:36:05: Dann sagen sie, warum sollen wir uns die Arbeit machen wenn die uns e-overrollen?

00:36:08: Passiert ganz, ganz häufig.

00:36:10: Elena ich muss auch gerade daran denken!

00:36:12: Das ist ja... Wenn du dir die Bezeichnungen unter den E-Mails in den Signaturen anschaust wer ist der Head of Leader?

00:36:21: schieß mich tot.

00:36:22: alles so vermeintliche Titel was mit Entscheidungen auf wenn ich entscheide.

00:36:29: Ich bin ja jetzt also ein bisschen älter als die letzten Krisen, die du aufgeführt hast.

00:36:33: Ich kenne noch dieses PPA das jemand Prokura hat und dass diese Prokure auch damals wurden mit Schreibmaschinen geschrieben.

00:36:41: Also damit ihr so ungefähr auch Vorschläge davon habt bevor ich rede.

00:36:44: Damals dieser Bedeutung, jemand ist Prokurist und hat damit die Macht und die Erlaubnis gestalten zu dürfen eine Verantwortung für einen bestimmten finanziellen Rahmen

00:36:56: etc.,

00:36:57: Das war ja auch vielleicht noch viel mehr eine Auszeichnung als heute, wo du irgendwie drei Jahre nachdem du aus der Uni raus bist schon dein erstes Head Off irgendwo stehen hast.

00:37:11: Ja aber trotzdem also... Ich bin auch dabei heute gerade in größeren Organisationen und auch durchaus den Kleineren.

00:37:18: Also da würde ich gar nicht den großen Unterschied machen zu sagen, die Menschen, die einen Führungsauftrag haben, die müssen auch Entscheidungen und Verantwortung tragen so.

00:37:27: Und das muss man ihnen aber auch geben und man muss sie auch wirklich – also heute ist ja das schöne Wort des Enablements – dass Sie es auch wirklich machen und dass sich das dann nicht jedes Mal wieder angreifen oder sogar revidieren als Größe darüber?

00:37:37: Weil dann ist klar, machen Menschen das nicht mehr!

00:37:40: Also wenn ich dreimal deine Entscheidung irgendwie revidieren und sagen, ne dann machen wir jetzt anders.

00:37:45: Und du wärst meine Flurungskraft, dann würdest du mich beim vierten Mal wahrscheinlich ziemlich blöd finden und sagen weißt was?

00:37:49: Dann soll sie ihren Kram alleine machen!

00:37:51: Das ist in jeder Organisation so.

00:37:52: das lassen wir uns dann irgendwann und zwar relativ schnell nicht sagen weil ich dann sage ich sollte es eigentlich aber eigentlich darf ich gar nicht.

00:37:59: und oder auch die entscheidungsstrukturen also die formalen Entscheidungsstruktur gerade in mittelgroßen und großen Organisation sind auch so angelegt.

00:38:07: Also da müssen dann Entscheidungen aus den unteren Eben, kenne ich ja selbst bestens.

00:38:11: Die werden dann pro Board nach oben delegiert und er muss doch ganz oben entschieden werden?

00:38:16: Natürlich entscheiden die unten nicht mehr!

00:38:17: Die schreiben dann da halt irgendwas rein aber entschieden haben sie nicht Und

00:38:21: sichern sich ab, ne?

00:38:23: Du

00:38:23: sagst ja auch die sichern sicher mit tausend Sachen ab.

00:38:26: Da wird hier nochmal eine Analyse gemacht da noch mal ein Gutachten.

00:38:29: Genau weil es aber auch teilweise einfach gefordert wird.

00:38:31: Ja nee natürlich werden die Informationen nach oben in der Regel auch immer verdichtet.

00:38:36: Weil man sagt wir können den jetzt nicht in epischer Breite da alles erklären und dann kommt vielleicht noch Gab oder die Assistenz der Geschäftsführung seid ihr.

00:38:43: Die haben jetzt zehn Minuten für das Topic wo du denkst ja aber das ist ein komplexeres Thema.

00:38:47: jetzt müssen was abstrahieren Die Spitze natürlich oben auch, damit den Informationen alleine können wir es ja jetzt auch nicht.

00:38:54: Und auf einmal werden Kontrollmechanismen eingeführt und da noch ein Gutachten und hier noch was, damit man sich möglichst abgesichert hat statt einfach zu sagen

00:39:02: ihr

00:39:03: da unten oder in der Mitte der Organisation?

00:39:05: Ihr seid doch die Experten auf dem Gebiet!

00:39:07: Ihr habt wirklich gute Führungskräfte.

00:39:10: Wir lassen die Entscheidung dort.

00:39:11: Jeder hat eine unternehmerische Verantwortung an dieser Stelle und dann müssen wir natürlich mit der Konsequenz leben Und eventuell haben wir dann auch häufiger mal ein Führungsthema, über das wir auch ernsthaft wirklich sprechen müssen.

00:39:23: Wie in der Art wie wir unser Management führen aber auch was unser Management von uns erwarten kann davon als wir auch erwarten dürfen.

00:39:30: Das sind noch häufig Dinge die in der Zeit gar nicht besprochen werden, nicht ausreichend besprochen.

00:39:38: Also das ist die organisationale Gesamtebene.

00:39:40: Aber auch jeder in einer Eins-zu-eins Führungsbeziehung kann mit seinen Führungskräften daran arbeiten, also ich habe es dann ganz klassisch in meinem Führungen Alltag immer so gemacht dass ich gesagt hab ihr entscheidet das kommt mir mit, also bestildet mir das Problem macht mir eine Idee zur Lösung und dann entscheidet also schlagt mir vor wie ihr das entscheiden würdet.

00:40:03: Und wenn ich das mittrage Dann machen wir das so und sonst erkläre ich euch mehr Kontext.

00:40:08: Und jetzt kommt der Unterschied, ich treffe keine andere Entscheidung.

00:40:11: Ich gebe euch vielleicht noch mal einen Kontext den ich aufgrund meiner Ebene habe um zu sagen hey Begitt es war eine gute Idee!

00:40:18: Ich weiß allerdings... Jetzt wurde da und da die Entscheidung getroffen oder dass uns das Thema steht nochmal an.

00:40:23: Bezieht es bitte nochmal in deine Überlegung mit ein.

00:40:26: oder war's da drinne ausreichend?

00:40:28: Dass wir den Punkt einfach haben und wie würdest du dann

00:40:32: entscheiden?!

00:40:33: Und immer wieder zu dir zu kommen, wie würdest du entscheiden und mich dann vor dich zu stellen.

00:40:37: Weißt Du mein letztes Thema dann mal gesagt?

00:40:39: Du warst wirklich am Ende wie so eine Löwenmama!

00:40:41: Du hast Dich einfach immer vor uns gestellt.

00:40:44: Ich sagte, ihr seid diejenigen, die jeden Tag diesen Job machen.

00:40:48: Ihr habt doch die Ahnung!

00:40:49: Wer bin ich denn?

00:40:50: Dass ich sagen kann, dass ich das besser weiß als ihr.

00:40:53: Kann nicht und will auch gar nicht.

00:40:54: dafür habe ich euch und dafür schätze ich euch.

00:40:57: Das ist so ein kleiner Satz.

00:41:01: Aber ich bin mir hundertprozent sicher... Und hier, ich bin einer davon.

00:41:07: Du hast viel zu selten drüber nachgedacht anstatt zu sagen Da ich das und das noch weiß, was ihr noch nicht wissen könnt, machen wir das so.

00:41:17: Sondern zu sagen Ich hab die und die Informationen gebt, die euch.

00:41:21: überlegt doch mal, wollt ihr das trotzdem so machen oder macht es jetzt Sinn das nochmal neu zu bewerten?

00:41:26: Das ist ja ganz großes Kommunikationskino, was du hier auffährst!

00:41:31: Klingt simpel, aber ich glaube das ist echt nochmal so ein Post etc.

00:41:36: Wert was man sich an seinen Rechner macht oder ans Meeting knows bevor man da reingeht und zu sagen hier überleg noch mal wo die Entscheidungen gefällt werden müssen.

00:41:47: Genau und auch du hattest gerade eben schon mal so eine Frage geantwortet, der ich ein bisschen umgangen bin.

00:41:52: Hab das nicht vergessen!

00:41:53: Weil wir treffen Entscheidungen ja immer aus einem Kontext heraus.

00:41:56: also mein Team trifft ja diese Entscheidung aus dem Kontext.

00:41:59: was sie gerade haben Und eventuell hat sich der Kontext auch gerade in der Schnelllebigkeit, muss auch nicht immer schnell sein.

00:42:05: Einfach gerade verändert und wir sind alle nur Menschen!

00:42:08: Wir vergessen vielleicht auch mal einen relevanten Aspekt.

00:42:11: So was?

00:42:11: Dafür sind wir doch ein Team das wir uns unterstützen und untereinander aushelfen.

00:42:15: oder wie man sagt ja auch schön dann Challenges war das Ganze nochmal.

00:42:17: Vielleicht gegen den Aspekt.

00:42:19: also kein Pseudo-Challenge da nur damit war Gechallengst haben auch schon alles erlebt sondern ich habe da noch ein Aspekt Der ist mir gerade auch wichtig oder ich hab es euch auch vergessen mitzugeben Auch das passiert Ja.

00:42:28: Wie würde es denn dann aussehen?

00:42:30: oder bleiben wir dabei?

00:42:32: Und gerade dieses Thema auch unter Unsicherheit entscheiden, das wolltest du vorhin noch gerne von mir wissen.

00:42:38: Wir planen und analysieren, wir machen noch ein Bericht was du sagtest.

00:42:41: Wir kommen mittlerweile in diesen unsicheren Zeiten an den Punkt dass wir sagen müssen jetzt habe ich genug.

00:42:46: jetzt entscheide ich über siebzig Prozent der Entscheidungen die wir zum Zeitpunkt der Informationen treffen sind richtig Über siebzig Prozent.

00:42:55: Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen und jeder von uns trifft am Tag mehrere tausend Entscheidungen Die meisten unbewusst.

00:43:05: also jeder von Uns ist in der Lage Entscheidungen zu treffen Und da eben immer wieder dran zu denken ich kann das Ich bin in der lage und ja es gibt auch wenn die Zeiten unsicherer werden natürlich auch immer mehr Risiken.

00:43:19: aber wichtig ist Jede nicht getroffene Entscheidung ist eine Entscheidung.

00:43:24: Dann habe ich entschieden, nichts zu

00:43:25: entscheiden.".

00:43:26: Und das ist in der Regel die Entscheidung, die uns auf jeden Fall in die Sackgasse führt und die Sacksgasse ist Stillstand.

00:43:32: Wenn eins Deutschland nicht braucht, dann ist es diese Sack-Gasse – nicht noch mehr Sackgasse!

00:43:38: Und gerade auch an den Spitzen erlebe ich immer wieder «Wir schieben das, wir schieben dass, wir Schieben das».

00:43:42: Ich hab so ein Beispiel was mir in meiner eigenen Karriere in meiner letzten Rolle – da war ich im Übrigen Pro-Größe – passiert ist.

00:43:48: Wir hatten bei uns im Portfolio ein wirklich, wirklich defizitäres Portfolie-Element.

00:43:54: Und wir haben das über Monate in der Entscheidung weitergeschoben, das nicht abzumanagen.

00:43:59: Das war schon in der Diskussion als ich angefangen habe und ich war dann irgendwann mal so mutig am Kreis in der Runde und hab gesagt, welche Informationen brauchen wir jetzt wirklich damit wir das Finale entscheiden können?

00:44:11: Weil jedes Mal wenn wir nicht entscheiden, produzieren wir Kosten.

00:44:15: Ja weil es muss ja also muss ja maintenance hinten dran Erzeugen Hoffnung, wir setzen Ressourcen ein und damit setzen wir Personalkosten ein.

00:44:25: Und auch wir waren in der Lage, wir mussten halt effizienter werden.

00:44:27: also durchaus Personalabbau, Kostenunter et cetera.

00:44:30: Wir tun mit dieser Nichtentscheidung genau alles dagegen und das wird kein erfolgreiches Produkt.

00:44:35: Auch das ist jetzt wie oft schon analysiert worden.

00:44:38: und was fehlt uns als Team?

00:44:40: Super Elena!

00:44:41: Das ist so selten.

00:44:42: Ach mann, das ist echt... Also es ist so spannend.

00:44:45: ich Und ich glaube wirklich, das können viele die uns jetzt zuhören daran andocken.

00:44:49: Also auch gerade, ich würde mir zum liebsten sagen auch dieses Thema Entscheidungen und Fällen verdienen nochmal eine eigene Folge.

00:44:57: Du, ich habe so ein bisschen... Ich bin ja nicht nur hier deine Frau, die dir heute die unbequem Fragen stellt.

00:45:03: Ich bin auch deine Podcast-Produzentin.

00:45:05: mit einem bisschen Blick auf die Uwe muss ich sagen wir nähern uns dem Ende der Folge eins!

00:45:12: Wir haben noch tausend Sachen, die wir besprechen.

00:45:15: Also der Podcast geht auf jeden Fall weiter.

00:45:17: Und wir werden die Themen, wo wir heute schon gesagt haben, oh da reden wir auch noch drüber und da reden man noch darüber... Das ist ja nicht so dass wir hier nicht komplett unvorbereitet reingehen!

00:45:26: Die verschieben wir auf eine der nächsten Folgen.

00:45:27: Ich habe aber eine Sache, die ist mir irgendwie ein Anliegen.

00:45:33: Da möchte ich mit dir noch drübersprechen.

00:45:35: Lass uns da bitte nochmal so'n paar Minuten draufblicken.

00:45:39: Du hast deine Erkenntnisse Deine Erfahrungen All das, was dir so wirklich am Herzen liegt hast du aufgeschrieben.

00:45:50: Weißt du?

00:45:50: So ein Podcast ist ja mal schnell gemacht da setzen wir uns dahin dann quatschen wieder drüber und Ja aber Du hast all das zu Papier gebracht und dass ein Buch draus entstanden habe dieses Buch jetzt glaube ich schon mehrfach erwähnt.

00:46:02: Aber lass uns bitte nochmal in dieses Buch reinschauen.

00:46:06: also lasst uns da mal auditiv reingehen wie heißt dieses Buch?

00:46:10: Was war deine Intention?

00:46:12: Ich weiß, man soll keine zwei und drei Fragen hintereinander stellen.

00:46:15: Also erst mal wie heißt das Buch?

00:46:17: Und was war für dich Anlass zu sagen, dass muss jetzt einfach mal verschriftlich werden?

00:46:22: Genau also es heißt Strategien für Zukunftsfähigkeit.

00:46:25: Also sehr passend zu dem, was wir hier auch darüber sprechen oder in Zukunft sprechen werden.

00:46:31: Was mich antreibt tatsächlich ist... Diese Starre, in der wir uns hier mittlerweile in Deutschland befinden auch.

00:46:39: In der Rezession sind wir im Abschwung schon seit Jahrzehnten.

00:46:42: Und ich glaube, wir können als Nationen so viel mehr und es ... Wir haben das über Jahrzehnte bewiesen.

00:46:48: und immer noch tolle Unternehmenslenkerinnen und Lenker den an mancher Stelle vielleicht einfach nur der Stups oder etwas andere Gedanke die etwas andere Perspektive vielleicht fehlt und manchmal auch die Zufersicht dass es weitergehen kann oder auch wirklich manchmal der Mut den Schritt zu gehen weil sie aber auch gar nicht wissen, wohin sie gehen sollen.

00:47:05: Und da dann irgendwann zu sagen ich habe echt ein paar coole Ansätze davon wenn ich zutiefst überzeugt und ich bringe die jetzt einfach mal zur Papier und hab mich dann beim Rahmen des Buchprojekts aus sehr schnell entschieden zu sagen hey es ist nicht nur meine Perspektive die uns hier stark macht also die unterschiedlichsten die ich alleine schon einbringe sondern ich möchte wirklich mit Menschen da draußen sprechen an Deutschlands Spitzen und ihre Geschichten erfahren.

00:47:30: Und so kam es eben dann, dass ich mit über fünfzig Unternehmenslenker erinnern auch gesprochen habe.

00:47:35: Über ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Branchen und Ich war so dankbar weil die Resonanz sozusagen mir zur Seite zu stehen, mir ein Interview zu geben So riesig groß war und ich hab ganz viele tolle Geschichten gehört Auch Geschichten, die zum Nachdenken angeregt haben im Gespräch auch teilweise durch andere Fragen oder unbequeme Fragen, die auch teilweise da kamen schon andere Antworten hervorgerufen.

00:48:00: Was mich natürlich total auch gefreut hat und eben dazu sagen Antrieb war wirklich zu sagen wir können das Wir kriegen das hin Und ich biete ein paar Ansätze ein paar Ideen.

00:48:12: Fünfzig Personen, ich meine das ist echt eine Menge.

00:48:15: Ich finde sie toll weil ich dadurch als Leser ja auch mal so ein bisschen die Chance habe zu sagen ah welche Branchen an welchen Branchen kann nicht andocken?

00:48:22: Welche Personen kenne ich vielleicht noch?

00:48:24: wir haben vorhin überlegt in gesprochen die mir da irgendwo schon einmal begegnet sind und dann freue ich mich darauf von denen zu lesen aber dass es also fünftig-fünfzig Gespräche, fünfzig Einblicke und da ist was zusammengekommen.

00:48:37: ich kann mir vorstellen dass das das da auch teilweise kontroverse Sachen daraus entstanden sind.

00:48:43: Also wir haben auch wirklich viele kontroverse Dinge gehabt, auch teilweise und das ist auch das was viel an der Spitze eint und was viel zu selten ausgesprochen wird.

00:48:52: es wurde auch viel über Zweifel gesprochen ja über Ängste über eigene Bedürfnisse die man in der Rolle gar nicht ausleben kann und auch vieles davon findet sich nicht im Buch wieder weil ich eben so dankbar dafür bin dass ich das erleben durfte dass man das mit mir geteilt hat auch in einem wirklich vertraulichen Rahmen.

00:49:11: Deshalb wurde da auch nichts aufgezeichnet, weil ich eben genau auch dahin wollte und viele haben mich da wirklich hingelassen.

00:49:18: Aber eben auch zu sagen die einen viele.

00:49:21: Und daraus ist dann die Idee das Podcast entstanden und zu sagen wir müssen darüber sprechen und nicht nur über die einfachen Fragen der Transformation sondern wirklich auch über engste Zweifel für die sich trauen das zu teilen und die Menschen in Präsenz zusammenzubringen wo es genau um diese Themen geht, weil wir zweifeln alle!

00:49:37: Und wir alle haben Ängste.

00:49:38: Wir alle haben Angst, die Sicherheit zu verlieren um eben zu sagen wenn wir da hinkommen dann haben wir auch wirklich eine Chance auf strategischer inhaltlicher Ebene Dinge zu bewegen und so ist halt eben auch einiges unter Verschluss.

00:49:51: aber ich glaube schon dass Etliche einen Ansatz für sich mitgenommen haben oder eine Erkenntnis.

00:49:57: Das ist immer für mich das Schönste.

00:49:58: Wenn du heute selber nur eine Erkennis mitnimmst dann war ich erfolgreich

00:50:05: Elina und dass wir auch alle sehen, das sind Menschen.

00:50:07: Ja ich finde es toll, dass du gerade gesagt hast die haben da mit dir ihre Ängste über Zweifel gesprochen.

00:50:12: Wir haben ja so eine Vorstellung davon, dass Menschen an der Spitze von irgendetwas frei davon sind.

00:50:17: Ganz egal ob wir jetzt von Unternehmen spitzen sprechen, ob wir über die Politik sprechen oder ob wir einen Intendanten von einem Opernhaus sprechen, der sich überlegen muss Welche Inszenierungen nehme ich rauf?

00:50:29: Und welche Reihen und was mache ich mit den Subventionen, die mir zur Verfügung stehen.

00:50:32: Also um da auch... Ich weiß du das noch etwas, was dich umtreibt diesen reigen Brei zu spannen.

00:50:41: Du möchtest vielleicht noch nicht sagen aber ich muss das sagen!

00:50:44: Du hast für dieses Buch einen unglaublich tollen Verlagspartner gefunden.

00:50:50: Das ist ja dann auch nochmal eine Herausforderung und hat selber eine Idee davon dass man wo möchte Das möchte man rausbringen, das Buch findet man dann einen Verlag der das mitträgt.

00:50:59: und du hast mit Haufeinpartner gefunden, der gesagt hat ja da sind wir dabei.

00:51:04: Ja genau also es erscheint im Oktober am zwölften Oktober im Haus des Verlags kann vorbestellt werden sozusagen für alle die jetzt schon ganz gespannt sind.

00:51:13: Genau und bin auch sehr dankbar dass Haufer diese Reise auch mit mir gemeinsam gestaltet hat.

00:51:19: Stark stark Elena, aber ich habe ja gesagt.

00:51:23: Ich bin hier heute für die unbequem Fragen zuständig!

00:51:26: Ich fand es jetzt gar nicht so schlimm.

00:51:29: Aber du hast ja eine Signature-Frage zum Start, dir überlegt und auch immer wieder vorkommende Schlussfrage, die du deinen Gästen stellen wirst.

00:51:42: Und natürlich gehört jetzt auch zu dir.

00:51:45: Also ich werde dir diese Frage jetzt auch stellen – und ihr lautet?

00:51:50: Wenn jeder von uns morgen... Ich frag mich gerade, warum morgen und nicht heute eine klitzekleine Sache anders machen würde um die Zukunft aktiv zu gestalten.

00:52:03: Welche sollte das sein?

00:52:04: Welcher ist es bei dir?

00:52:05: Also nachdem wenn ich jetzt auch unser Gespräch so ein bisschen Revue passieren lasse, glaube ich würde auf das Thema Entscheidungen eingehen und zu sagen dass jeder der jetzt noch dabei ist mal drüber nachdenkt wo habt ihr Entscheidungen, die ihr, wenn ihr ehrlich zu euch selbst seid schon so ein länger mit euch her schleppt und sie aber nicht final entschieden habt oder zumindest auch noch nicht umgesetzt habt.

00:52:31: Und zu sagen was wäre der erste kleine Schritt den ich morgen gehen kann damit eben diese Entscheidung in ihre Umsetzung kommt?

00:52:39: Ich nehme die Frage mit!

00:52:46: Genau, wenn wir im nächsten Gespräch sind.

00:52:48: Was du berichtest?

00:52:50: Die Entscheidung ist die gerade bei dir ansteht und was du vielleicht tun kannst damit morgen schon ein Stück davon mehr Realität wird.

00:52:58: Damit würde ich das Zepter sozusagen am Ende der ersten Podcast-Folge gerne wieder zurück übernehmen.

00:53:05: Will mich ganz herzlich bei dir bedanken!

00:53:06: Es hat irrsinnig viel Spaß gemacht.

00:53:09: es war wirklich so'n Flussgespräch zwischen uns beiden glaube ich, ganz viele Themen schon angerissen um dies in den nächsten Folgen auch immer wieder gehen wird und wir dürfen so viel verraten.

00:53:19: Wir werden natürlich auch immer mal wieder in den Deep Dive zu einem Thema gehen und ja freue mich auf jeden Fall auf all das was kommt!

00:53:29: Liebe Elena danke dass ich dabei sein durfte und dich bei deiner première Folge begleiten durfte Und an euch

00:53:35: Danke dass ihr bei Zukunftsmacht dabei wart.

00:53:38: In der nächsten Folge sprechen Birgit und ich darüber, warum die wirklich wichtigen Fragen einen eigenen Raum brauchen.

00:53:45: Und warum aus dem Buch nicht nur ein Podcast entstanden ist sondern auch der Salon Zukunftsmacht!

00:53:52: Wenn euch dieses Gespräch nur einen einzigen Gedanken mitgegeben habt dann abonniert jetzt den Podcast und empfiehlt die Folge gerne weiter.

00:54:01: Und wenn ihr Ideen Anröhungen oder Themenwünsche habt dann lasst sie mir gerne in den Kommentaren Da, ich versuche alles in einer der nächsten Folgen mit aufzugreifen.

00:54:11: Mein Name ist Elena Springhub und bis in zwei Wochen bei Zukunftsmacht!

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